Manchmal kommt es doch anders als man denkt..

Ja, es ist still geworden. So still wie noch nie, seitdem ich fotografiere. Die Einstellung gewissen Dingen gegenüber haben sich einfach geändert. Die Zeit wird viel mehr wertgeschätzt. Nach jahrelanger Fotografie im Bereich ,,People", bin ich am tiefsten Punkt angelangt. Nicht, dass ich keine Lust mehr hätte oder gar Zeit aber die Zuverlässigkeit mancher Menschen und deren Heuchelein mir gegenüber, sind der Grund für den derzeitigen Tiefstand. Von ,,lösche bitte die Bilder die wir gemacht haben, mein neuer Freund/Arbeitgeber möchte das nicht" bis ,,ich kann in 10min nicht zum vereinbarten Treffpunkt kommen, meine Oma hat zum Kaffee eingeladen" war glaube ich alles dabei.  Immer und immer wieder, fast jedes Wochenende lief es so oder so ähnlich ab. Nicht, dass ich mir meine Zeit auch einteile. Nicht, dass ich eine Familie habe die mir alles bedeutet und ich meine Tagespläne auch takte. Vielleicht wäre die Situation auch eine andere gewesen, wäre man ehrlich mit mir umgegangen und hätte stattdessen gesagt, dass man keine Lust heute auf Fotos hat oder sich der persönliche Tagesplan geändert hat oder was weiß ich. Und so verhält es sich wie mit dem Tropfen in das fast volle Fass. Irgendwann ist dieser eine Tropfen zu viel und das Fass läuft über. Ich liebe die Fotografie, ich liebe es zu sehen wie um mich herum die Leute immer besser werden, wie immer mehr Menschen hervor sprießen und sich den Leuten vor die Kamera trauen. Aber für mich, bin ich an einem Punkt wo andere Dinge eine höhere Priorität haben. Meine Bilder sind sicherlich nichts für die eigene Ausstellung beim Arbeitgeber oder für den eifersüchtigen Freund, dennoch sollte ich mir dieser Sache vorher bewusst sein. Vielleicht auch einfach nur stolz drauf sein wie ich vor 10-20 Jahren mal ausgesehen habe, was ich gemacht habe. Bei Marie weiß ich, ich kann schnipsen und sie ist da für Fotos. So verhielt es sich auch an diesem Tag. Einfach treffen und los, gucken was und wo es passiert.